Bericht des Arbeitskreises Kroatienhilfe, Gospa Mira:

 

205. Fahrt mit 24.000 kg hum. Hilfsmitteln und Kircheneinrichtungen zum Bistum Dakovo (23. bis 29. April 2006; Dakovo, Erdut, Vukovar, Sarvas)

 

Teilnehmer:   Hans Stein, Karl Nonn und Walfried Degen mit LKW

                        AW-GM 130 und Hänger AW-GM 140

 

Beifahren und Laden für anstehenden Hilfstransport Ende April 2006:

Wir konnten morgens (19.04.2006) noch nicht ahnen, was uns dieser Tag bescheren würde. Nach einem Untersuchungstermin in der Uni-Bonn begaben wir (Karl Nonn, Hans Stein und Walfried Degen) uns mit dem LKW GOSPA MIRA auf den Weg zum Kloster Maria Marthental bei Cochem. Den Hänger stellten wir hier bei den Herz-Jesu-Patres ab, damit die Familie Klaus Wagner aus Meuspath mit den Patres die Kirchenbänke laden konnten. Wir fuhren dann mit der Zugmaschine nach Merzig (Saar) zum Pflegeheim „St. Elisabeth“ der Hl. Geist-Schwestern des Marienhofs in Koblenz. Gut angekommen mussten wir erfahren, dass nur der Haus-meister beim Laden behilflich sein konnte. Neben den 4 Kirchenbänken stand eine komplette Kapelle (Tabernakel, Orgel, Altar bis hin zu den Messgewändern verpackt) im 1. Stock zum Abtransport bereit. Nachdem wir alles mit vielen gezählten Treppenstufen im LKW verstaut hatten, machten wir uns über Luxemburg (Welschbillig) wieder auf den Rückweg.

Nach einer Vollbetankung des LKWs (0,94 Cent/ltr/Diesel) kamen wir gegen 21:30 Uhr wieder in Cochem an und luden weitere 2 Kirchenbänke auf den Hänger. Auch die Familie Wagner hatte wenig Hilfe und musste so 22 schwere Eichenbänke aus der Kirche tragen und auf dem Hänger müh-sam einladen. Gegen 24:00 Uhr trafen wir wieder alle doch sehr körperlich erschöpft bei unseren Familien zuhause ein.

Am Samstag, den 22. April 06, wurde gegen 09:30 Uhr mit der richtigen Beladung und Sicherung der Transportgüter des Hängers (24 Kirchen-bänke, ca. 20 Schultische mit ca. 40 Stühlen und Kleidungsstücken......) begonnen. Nach einem kurzen Mittagsimbiss erfolgte die Restbeladung der Zugmaschine (neben der kompletten Kapelle mit Sanitätsbedarf, eine komplette Einbauküche, Süßigkeiten für Kinder, dem Versöhnungs- Corpus- Christi der Franziskanerinnen von Nonnenwerth, einem Har-monium (Familie Jäckle), Koffer mit Messgewändern und Kelchen der Salvatorianer aus Köln-Weidenpesch, mit Kuscheltiere für Kinder und mit Reinigungsmittel der Fa.  Henkel sowie Hausrat, Gardinen, Bettwäsche...).

Gegen 16:00 Uhr konnten alle 5 Helfer ihre Demutsübungen beenden.

 

1. Tag, 23. April 2006:

Trotz mehrerer familiärer Geburtstagsfeiern starteten wir gegen 10:00 Uhr mit ca. 24.000 kg humanitären  Hilfsgütern fürs Bistum Dakovo in Brohl.

                    

Was wird uns alles auf dieser Fahrt mit einer kompletten Kirche nach Kroatien erwarten?

Nach einer geruhsamen guten Fahrt mit wenig Verkehr kamen wir gegen 19:00 Uhr an der Grenze in Passau/Suben an. Hier mussten wir eine schöp-ferische Ruhepause zur Stärkung des Allgemeinbefindens bis 22:00 Uhr einlegen. Gegen 23:30 Uhr erreichten wir wieder unsere bekannte Pension „Waldhof“ in Rossleiten/Österreich. Nach einem kurzen Bier zogen wir uns schnell zum Schlafen zurück.

 

2. Tag,  24. April 2006:

Nach einem guten Frühstück und einer Tankauffrischung mit Diesel machten wir uns gegen 09:00 Uhr von Rossleiten/Österreich in Richtung Graz/Spielfeld/Slowenien auf den Weg. Die reine Zollabwicklung Slowenien und Kroatien geschah für uns sehr schnell und wir fuhren dann bei wenig Verkehr auf der Autobahn von Krapina - Zagreb in Richtung Belgrad. Bei schönstem Wetter (blauer Himmel, 25 C) fuhren wir in den Spätnachmittag hinein und machten noch eine kurze „Gulaschsuppenpause“ auf einerAuto- bahnraststelle. Gegen 19:00 Uhr erreichten wir dann den Zollparkplatz in Slavonski Brod. In Slavonski Brod wurden wir bereits von Herrn Frano Galetovic (Vater von 9 Kindern und Präsident v. UDRUGA „HRVATSKA BUDUCNOST“, Verein für Großfamilien) erwartet und zum Abendessen eingeladen. Nach dem Essen fuhren wir zur Übernachtung zum Haus „Mariens“ in Slavonski Brod, wo uns Pastor Ivan Seso sehr gut bewirtete.

         

     Kapelle im Haus Mariens in Slavonski Brod und hier im Aufenthaltsraum im Gespräch mit Gästen                 

 

3. Tag, 25 April 2006:

Gegen 7:30 Uhr haben wir die Zollpapiere in der Spedition selber über-geben und gegen 10:15 Uhr konnten wir nur Staunen, der Zoll war da, alle LKWs weg und für uns keine Papiere. Also warten und telefonieren, in der Hoffnung, da wird sich bald was tun! Die Spedition teilte uns freundlich mit, dass der Zoll gegen 12:00 Uhr kommen würde. Der Zoll erschien auch mit 2 Personen (Chefin und Zöllner), begutachtete die Zollplomben und Papiere und sie meinten, die Zollkontrolle finde gegen 15:30 Uhr bei der Caritas in Dakovo statt. Also auf, den Motor an und ohne Mittag ab zur Caritas in Dakovo. Hier war bereits zum Entladen das ganze Personal zusammengetrommelt. Gegen 15:30 Uhr erschien mit dem Zöllner auch Pastor Vukoja, für den dieser Hilfstransport in Sarvas bestimmt war.  Wir öffneten für den Zöllner die Plane des Hängers, ein kurzer Blick, alles ok! Nachdem er im Container der Zugmaschine die 1. Reihe Kartons entladen ließ und weitere Kirchenbänke mit Kirchenbedarf vorfand, gab er den LKW zur Ausladung in Sarvas frei. Diese Kontrolle hätten wir auch schon mindestens 6 h früher beim Zoll in Slawonski Brod  haben können. Hier ist die CARITAS des Bistums Dakovo in der Pflicht, eine optimalere Lösung zur Abwicklung hum. Hilfsgüter mit dem Zollamt in Slavonski Brod abzustimmen. Nach einem Folgegespräch mit Herrn Bischof Dr. Marin Srakic wird zukünftig wieder der Zoll in Osijek für hum. Hilfe des Bistums Dakovo zuständig sein! Anschließend sind wir dann mit Pastor Vukoja gemeinsam nach Sarvas im Dekanat Osijek gefahren, wo uns bereits viele Pfarrangehörige der Pfarrei St. Johannes dem Täufer“ zum Entladen des Hängers sehnsüchtig erwarteten. Schnell schwang sich Pastor Vukoja mit seinen Helfern auf den Hänger und nach ca. 2,5 h waren alle Schultische und –stühle von den Franziskanerinnen der Insel Nonnenwert mit den 24 Kirchenbänken der Herz-Jesu-Patres vom Kloster Maria Marthental in Cochem ausgeladen. Bereits auf der Straße standen auch viele Kleinkinder, die direkt von uns mit Kuscheltieren beschenkt wurden. Wir beschlossen wegen der  einbrechenden Dunkelheit, die Zugmaschine am nächsten Morgen zu entladen.

Nach einer kurzen Frischmachung ging es dann mit Herrn Pastor Vukoja zum Ehepaar Schmidt zu einem kroatischen Abendessen. 

       

  Erst die Schulbänke aus Nonnenwerth fürs Pfarrzentrum in Sarvas, dann die 24 Kirchenbänke!

 

      

 In der Kirche wird restauriert und neben der Kirche freuen sich die Kinder schon über die Plüschtiere                         

 

4. Tag, 26 April 2006:

Gegen 7:30 Uhr frühstückten wir im Pfarrhaus in Sarvas und begannen anschließend mit dem Ausladen der Zugmaschine. Neben der kompletten Kapelle der Hl. Geist-Schwestern aus dem Altenpflegekrankenhaus in Merzig (Saar), einem Koffer mit einem Kelch und Messgewändern der Salvatorianer- Patres in Köln-Weidenpesch, einer kompletten Küche zum Aufbau des Pfarrzentrums wurden auch noch Süßigkeiten für die Kinder und Hygieneartikel für die Pfarrei „St. Johannes dem Täufer“ in Sarvas zur Verfügung gestellt.

        

  Verputzarbeiten in der Pfarrkirche in Sarvas bis Aug. 2006 und Außen fehlt noch der Kirchturm!   

           

Anschließend fuhren wir dann weiter nach Erdut an der Donau, wo die Familie Maurus schon mit weiteren Helfern warteten. In Erdut wurden Familienpakete mit Kleidung, Wäsche, Schuhe, Hausrat sowie Sanitäts-material des BMVg  und Medikamente für das Krankenhaus in Vukovar ausgeladen, sowie die 4 Kirchenbänke aus Merzig für die Kirche in Dalj zur Verfügung gestellt. Nach einem kurzen Mittagsimbiss stand schon der Pastor aus Erdut/Dalj mit einem Hänger da, um die Bänke direkt in seine Kirche in Dalj zu transportieren. Er bedankte sich für die tiefherzige Hilfe und bat uns, bei der nächsten Tour im Herbst weitere Kirchenbänke für seine Kirche in Dalj mitzubringen. Bereits  im Laufe des Nachmittags wurden mit einem Krankenwagen auch die medizinischen Pakete abgeholt und wie mit der Leiterin des Krankenhauses vereinbart, in das Kranken-haus nach Vukovar transportiert.  Hier wurden diese bereits dringend erwartet!

 

       

  

    Bekleidung und Hausrat für Erdut ist im Hänger        Kirchenbänke und Krankenhausbedarf im LKW

 

          

                    

  Die Kirchenbänke von Dalj wurden genauso direkt abgeholt wie der Krankenhausbedarf fürs Bolnica Vukovar

 

 

In Erdut hatte Herr Maurus mit dem Pastor alles so gut vorbereitet, dass wir anschließend direkt zu den ukrainischen Schwestern nach Osijek durchfahren konnten.

Bei den ukrainischen Schwestern in Osijek, direkt neben dem Fußball- stadion machten die Schwestern ganz große Augen, als sie eine Orgel für die neu eingerichtete Kapelle, sowie Schwesternkleidung und –wäsche mit Bildern und Kreuze von den Franzikanerinnen von Nonnenwerth erhielten.

Für die beiden Klosterkirchen in Vukovar und Osijek wurden auch für die zu betreuenden Priester ein Koffer mit Kelchen, Kelchtücher und Messge-wänder im Auftrage der Salvatorianer in Köln-Weidenpesch abgegeben. Nachdem Hans Stein den Schwestern ein paar sakrale und kölsche Lieder vorgespielt hatte, baten sie uns zu einem Kaffee mit Kuchen. Nach ein paar Minuten besuchte uns auch Pastor Josip Majdandzic bei den Schwestern. Nach einem einstündigen Erfahrungsaustausch verabschiedeten wir uns bei den Schwestern und Pastor Majdandzic und sie versprachen uns, für alle Helfer, Spender, Fahrer und deren Familien zu beten.

            

    Neue Orgel bei den ukrain. Schwestern in Osijek für die neue Kapelle der Schwestern (Glasmalereien)   

           

Nun machten wir uns auf den Weg in das sehr zerbombte und zerschossene Vukovar. Das Kloster und Mutterhaus der ukrainischen Schwestern wurde hier 1991 total zerstört. Wer damals nicht schnell Vukovar verließ, wurde erschossen oder bezahlte mit dem Leben bei den pausenlosen vielen Granatangriffen. Die kroatische Bevölkerung floh damals in die Städte Osijek und Vinkovci. Allein 8.000 dieser Flüchtlinge wurden seit 1993 in der Pfarrei St. Cyrill i Methodius in Osijek, Divaltova 71, von Pastor Josip Majdandzic aufgenommen und seit dieser Zeit von uns im Auftrage des damaligen Bischofs Dr. Cyrill Kos mit humanitären Hilfsgütern versorgt. In Cepin und Vinkovci hatten die Malteser große Flüchtlingslager einge-richtet, die auch von uns regelmäßig angefahren wurden. In der damaligen Zeit haben wir sehr oft im Kloster der ukrainischen Schwestern in Osijek übernachtet. Beim Wiederaufbau im Jahre 1999/ 2000 fand man nur auf dem Grundstück dieser Schwestern über 50 Granaten und Minen. Bereits im Sommer 2000 konnten wir den Schwestern einen LKW mit Möbeln zur Wiedereröffnung des Mutterhauses zur Verfügung stellen. Da sich die Umgebung durch Pflanzenbewuchs sehr stark verändert hatte, hatten wir zunächst Mühe das Kloster zu finden. Wegen einer Beerdigung konnten wir leider hier nur die Mutter Oberin mit einer Schwester antreffen, denn Pastor Lubomir war mit den weiteren Schwestern noch nicht zurück gekehrt. Die Mutter Oberin, die 6 Jahre Dienst in der Kurie beim Hl. Vater in Rom machte, sprach leider kein deutsch und kein englisch. An dieser Stelle, im Eingangsbereich des Klosters, sollte nun der Versöhnungs- Corpus- Christi, Spende der Franziskanerinnen der Insel Nonnenwerth, der noch im LKW lag, seinen Platz finden. Und die Augen der Mutter Oberin wurden sehr groß als sie diesen Corpus- Christi sah. Wir legten den aus Eichenholz geschnitzten Corpus auf einen großen Tisch am Bestim-mungsort und ich erklärte ihr, dass dieser Corpus Christi ein Versöhnungs-zeichen sein soll für die Leiden der Kriege im 20. Jahrtausend zwischen Deutschen, Russen, Kroaten, Serben und den ansässigen Donauschwaben mit dem Standort in Vukovar bei den ukrainischen Schwestern.

 

       

 

Corpus-Christi aus Nonnenwerth zur Versöhnung der Völker  bei den ukrain. Schwestern in Vukovar

 

Anschließend übergaben wir den Schwestern ein Harmonium (Fam. Jäckle, Neuwied). Wir wussten nicht, dass die Jungschwester Musik studierte und sie bat Hans Stein ein Lied zu spielen. Nach den ersten Liedern holte sie sich einen Stuhl, ließ sich die Bedienung erklären und begann freudestrah-lend mit den ersten Tönen. Während wir in der Küche Kaffee tranken, hörten wir immer wieder ihre ersten Lieder auf dem Harmonium.

 

  

Das Harmonium (Fam. Jaeckle) wird direkt ausprobiert und dann ab ins ukrain. Museum der Schwestern!               

 

Nachdem wir uns mit unseren Anliegen in der Klosterchronik eingetragen hatten, bat uns die Oberin, dass wir uns das Museum ansehen möchten.

Gegen 19:00 Uhr verabschiedeten wir uns bei den Schwestern in Vukovar und fuhren mit komplett leerem LKW zurück nach Sarvas. Hier machten wir nun den LKW  GOSPA MIRA wieder fertig für die Rückfahrt und parkten auf der Wiese vor der Pfarrkirche (St. Johannes d. Täufer) in Sarvas. Ein doch letzter arbeitsreicher Tag in Sarvas neigte sich zu Ende und wir hatten in 24 h 24.000 kg humanitäre Hilfsgüter auf 4 verschiedenen Standorten verteilt. Gegen 20:00 Uhr trafen wir uns alle wieder bei dem Ehepaar in Sarvas, bei denen Karl Nonn und Hans Stein einquartiert waren, zum Abendessen. Nach einem sehr üppigen Essen mit einem guten Schlaftrunk bedankten wir uns bei den Gastfamilien mit je einem Mutter-gottesgeschenk und begaben uns zur Nachtruhe.

 

5. Tag,  27. April 2006:

Gegen 07.15 Uhr wurde ich durch Klopfen der Frauen an den Fenstern geweckt. Etwa 20 Frauen hatten sich zur täglichen Frühmesse eingefunden und fanden die Eingangstüren zum Pfarrhaus mit der Notkirche verschlossen. Wir hatten uns alle verschlafen. Pastor Vukoja brühte schnell einen „Herzschlagkaffee“ auf und um 7:30 Uhr fand der 1. Gottesdienst in der Notkirche mit den mitgebrachten Kirchenbänken, Ambo, Kelch, Priestersitz und neuem Messgewand statt. Während wir gestern Abend gegessen hatten, tauschten  bereits fleißige Hände die Stühle gegen die Bänke aus und gestalteten den Altarraum komplett neu. Die weiteren Bänke und Kirchengegenstände wurden alle mühe- und kraftvoll mit viel Schweiß auf den Speicher transportiert und dort neben der neuen Küche mit den Schulmöbeln und weiteren Paketen gelagert.

 

Notkirche in Sarvas mit 10 neuen Bänken (Maria Marthental) u. der Kapelle aus Merzig/Saar               

Nach dem Gottesdienst erfuhren wir vom Ordinariat des Bistums in Dakovo, dass die Bischöfe noch auf der Bischofskonferenz in Zagreb seien.
Wir baten daher Herrn Maurus, die Medikamente Herrn Bischof Dr. Marin Srakic mit den 2 Kartons der von Hans Stein restaurierten Figuren zu übergeben und einen Koffer für das Krankenhaus in Nasice abzugeben.
Wir bedankten uns dann für die gastfreundliche Betreuung in Sarvas bei Pastor Vukoja und für die Hilfe vor Ort durch das Ehepaar Zlatko Maurus und begaben uns um 09:30 Uhr auf die Heimfahrt über Dakovo und Zagreb. Gegen 15:30 Uhr wurden wir am Ende der Autobahn in Krapina gestoppt mit dem Hinweis: „Parken Sie auf der 1. Fahrspur hinter den beiden LKWs, die Einfahrt für LKWs nach Slowenien ist heute wegen Ferienbeginn bis 22:00 Uhr gesperrt“. Es regnete in Strömen und wir warteten „Kreuz- Wort- rätselnd“, schlafend und schnarchend geduldig bis 22:00 Uhr. Zu dieser Zeit befand sich bereits eine kilometerlange LKW-Schlange hinter uns, alle Überholversuche der hinteren LKWs wurden durch die kroatische Polizei brutal gestoppt und mit Bußgeldern belegt.
So konnten wir als 3. Fahrzeug ohne große Kontrollen beide Grenzen passieren und gegen 22:30 Uhr das Hotel ROSKAR in Ptui (Slownien) zur Nachtruhe anfahren.

 

6. Tag,  28. April 2006:

Nach einer sehr geruhsamen Nacht im Hotel ROSKAR in Ptui in Slownien hatten wir gegen 08:30 Uhr noch ca. 1000 km Rückfahrt nach Deutschland vor uns. Bei relativ wenig Verkehr in Richtung Nürnberg- Frankfurt und schönem Wetter kamen wir wohlbehalten am Freitagabend wieder gegen 22.30 Uhr gesund in Andernach/Plaidt und anschließend in Brohl-Sinzig an. Gegen 24:00 Uhr hatten uns unsere Familien zum 1. Plausch wieder.

          

Rückblick:

Dank der Herz-Jesu-Patres in Cochem, der Firma Henkel, dem BMVg, den Hl. Geist-Schwestern (Marienhof) in Koblenz, den Franziskanerinnen (Nonnenwerth und Bad Neuenahr-AW),  den Salvatorianer-Patres in Köln-Weidenpesch, dem Roten Kreuz (Kleiderkammer) Sinzig, der Hilfsgruppe um Frau Schuhmacher in Köln für die Süßigkeiten, dem Ehepaar Klaus Wagner aus Meuspath mit Familie, dem Ehepaar Maurus in Erdut sowie den vielen großen und kleinen Spendern und Helfern und den ehrenamt-lichen Fahrern konnte bei dieser Fahrt der Wunsch des Bischofs Dr. Marin Srakic in Dakovo erfüllt werden, den Wiederaufbau von Kirchen in Ost-slawonien sowie bedürftige Großfamilien und Behinderte zu unterstützen.

       

 

Gespendete Statuen für Kirche in Sarvas , restaurierte Statuen (Stein) für Anliegen des Bischofs, neuer Kelch

Unser Dank gilt hier ganz besonders Herrn Bischof Dr. Marin Srakic, der nach erfolgreicher Herzoperation sich für unsere  Bemühungen und Hilfe persönlich sehr eingesetzt hat und bereits aufgrund meines persönlichen Telefongespräches mit ihm Verbesserungen mit dem Zoll eingeleitet hat. 3 Marien-Statuen hat er bereits Pilgergruppen aus seinem Bistum in Serbien bei Wallfahrten zum Bistum in Dakovo den Priestern übergeben, damit in diesen Pfarreien die Marienverehrung gefördert werde.

Die GOSPA MIRA sucht halt den Frieden!

Wir danken an dieser Stelle mit einer  Herz-Jesu-Statue als persönliches Geschenk an Herrn Bischof Dr. Marin Srakic und sagen:

„Wieder herzlich willkommen bei uns in Deutschland!“

                

 

Ehrung mit der Bistums – Medaille durch Bischof Srakic (1993 . 2005) und persönlicher Kalender mit Kreuz!

- Alles begann 1993 mit dem Rosenkranz des Papstes u. nun das gesegnete Kreuz von Benedikt XVI im Dez. 05


Der 205. Hilfstransport (seit 1993 bis 2006), Dank der Mithilfe aller unter-stützenden Gruppierungen, Organisationen, Förderer, Spendern, Beifah-rern, Helfern, Betern, des BMVg, der Ordensgemeinschaften und Pfarrge-meinden war eine sehr anstrengende Reise mit tiefen Eindrücken und vielen Hindernissen für die noch sehr große Not der Großfamilien, der behinderten Kinder und vielen kranken Menschen im Bistum Dakovo (Kroatien) und Srijem (Serbien) und das Kreuz unseres Hl. Vaters erinnert uns dabei an das Kreuz dieser Notleidenden und gibt uns dazu auch die Hoffnung der unendlichen Liebe Gottes zu diesen Menschen!

 

Möge der CORPUS CHRISTI in Vukovar uns versöhnen mit den leidge-prüften Menschen aller Kriege im 20. Jahrhundert auf die Fürsprache der GOSPA MIRA.

 

 

Vorschau:

Weitere Hilfstransporte für etwa  111 Familien mit mehr als 8 Kinder und über 100 traumatisierte und behinderte Kinder sind für den Sommer 2006 für das Bistum Dakovo (Vinkovci, Slavonski Brod...) eingeplant. Ebenfalls werden wir im Herbst 2006 weitere Kirchenbänke mit einem Hilfstransport zur Pfarrei in Dalj/Erdut an der schönen Donau (zerstörte Kirche) transportieren!

Wenn Sie sich also an den Betriebskosten für die anstehenden Hilfstransporte beteiligen möchten, so überweisen Sie uns gerne Ihren Geldbetrag für die wartenden Menschen in Not im Bistum Dakovo (Kroatien) und Srijem (Serbien):

 

Spendenkonto:  71 89  47 50 00

BLZ: 570 900 00 VB Mittelrhein, Sinzig 

Kath. Pfarrei St. Peter Sinzig, AK Kroatienhilfe

          -    Auf Wunsch stellen wir eine Spendenquittung aus!   -

 

An dieser Stelle möchten wir uns im Auftrage des Bischofs Dr. Marin Srakic  für alle Beschenkten im Bistum Dakovo  (Kroatien und Serbien) bei  Herrn Pastor Hensel, den kirchlichen Gremien und Ihnen, den ehrenamt-lichen Helfern, Förderern, Fahrern sowie großen und kleinen Spendern, bedanken.

 

Viele Menschen sagen uns vor Ort immer wieder, wir haben leider nicht viel um zu danken, aber wir haben viel Zeit, für  Ihre Anliegen zu beten.

Und so brennen zurzeit in den uns bekannten Kirchen wieder viele Kerzen der Hoffnung und des Dankes! –

 

 

Im Auftrag aller Helfer und Freunde, Walfried Degen,  Leiter des Arbeitskreises

 

Besuchen Sie uns im Internet unter: http://www.kroatienhilfe-gospa-mira.de/

Unsere Mail-Anschrift:                        Walfried.Degen-Kroatienhilfe@t-online.de